Aufenthaltsort: Filmkrake Bücherecke


11:14 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: funfairist   
Montag, 07. Juni 2010 um 14:02 Uhr

11:14

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, was zum Beispiel gerade jetzt, also genau jetzt in dieser Sekunde auf der Welt passiert? Oder, vielleicht nicht so weit gegriffen, vielleicht gerade hier, in dieser Stadt, in diesem Ort, oder vielleicht gerade in dieser Strasse … Was meint Ihr, was passiert jetzt gerade? Jemand nimmt eine Mahlzeit zu sich, woanders wird geschlafen, eine Frau rasiert sich die Beine und jemand bringt jemanden um … Könnte das sein???

Alles könnte sein, und irgendwie gehört auch alles irgendwie zusammen. So auch in dem Film :

Es ist Abend in einer kleinen unbekannten Stadt in Kalifornien. Auf der Strasse befindet sich Jack (Henry Thomas). Er ist leicht angetrunken und telefoniert mit jemandem. Musik dröhnt aus dem Radio. Er durchfährt eine Überbrückung. Die Uhr an seinem Radio schlägt um von 11:13 auf 11:14. Und dann macht es KNALL. Ein Leichnam fällt von der Brücke auf seine Frontscheibe, die dadurch zerschmettern. Jack, der total durcheinander ist, weiß sich nicht anders zu helfen, als die Leiche, in seinem Kofferraum zu verstauen. Nach getaner Arbeit kommt auch schon der herankommandierende Polizeiwagen, der den Unfall untersucht, und schnell herausbekommt, dass es sich doch nicht, wie vermutet, um einen ganz normalen Wildunfall handelt.

Doch, was passiert denn zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in dieser witzig kleinen Stadt? Drei Jugendliche Fahren mit lauter Musik und ordentlich viel Alkohol durch die Nacht, um ihrem raudihaften Sein Auslauf zu gewähren. Und dann passiert es, genau um 11:14 geschieht ein Unfall. Ein Mädchen gerät vor das Auto. Und der heranlaufende Freund zieht die Pistole und schießt auf die Jungs.

Man mag es auch kaum glauben, dass nur ein paar Minuten vorher ein Tankstellenraub (sehr schön naiv gespielt von Hilary Swank) stattgefunden hat, der letztlich jedoch nicht so zu sein scheint, wie man glaubt.

Was ein zermatschter Kopf, ein abgeschnittener Penis, ein Polizist mit zu wenig Handschellen und Patrick Swayze damit zu tun haben, bekommt man nur raus, wenn man sich die Zeit nimmt, um den Film anzuschauen, was so ein paar Minuten im Leben von vielen Menschen ausmacht, und dass alles um die 11 Uhr herum, oder, um genauer zu sein, um 11:14 …

Leute, es gibt Filme, die echt zum Pflichtprogramm gehören, und 11:14 ist definitiv einer dieser Filme, die man gesehen haben muss!!! Im Laufe von eineinhalb Stunden werden uns fünf Geschichten erzählt. Fünf verschiedene Sichten in einer kleinen Stadt – und alle hängen irgendwie mit einander zusammen. Nichts ist zufällig, nichts hat keine Bedeutung. Was am Anfang noch unbedeutend und blöd vorkommt, bekommt in der darauf folgenden Geschichte seine Wichtigkeit. Und mit der Zeit fügt sich alles wie ein Strickmuster zusammen und offenbart ein schicksalhaftes Gesamtbild.

Regisseur und Drehbuchautor Greg Marckus liefert uns sein urkomisches bis sehr schwarzhumorisches Debüt-Filmchen für den gemütlichen Abend. Neben einer sehr intelligenten Story, einem rasanten Umgang mit dem Thema Zeit und einer sehr hervorstechenden Riga Schauspieler bleibt der Zuschauer bis zum Schluss amüsiert, unterhalten und vor allem interessiert im Kinosessel.

Ach ja, die Schauspieler: Neben Hilary Swank, Shawn Hatosy, Rachel Leigh Cook kommt auch Patrick Swayze zu Wort, der sich sogar extra für seine Rolle als „überbesorgter“ Vater und Polizeichef in einen 20 Kilo mehr Anzug stopfen ließ.

Und endlich darf der deutsche Kino- und Filmfreund auch in Genuss dieses sehr guten Films kommen. So lief er doch schon vor zwei Jahren auf dem FilmFestival, wo er keinen Verleih gefunden hat. Auch im Heimatland USA wurde der Film sofort in die Videotheken als in die Lichtspielhäuser gestopft. Drum meine Bitte und mein Ausruf: Tut dem Film sein Tribut und schaut ihn Euch an!!! Es lohnt sich. Wer Filme wie „Go“, „Butterfly Effect“ oder „Memento“, ein wenig „Snatch“ und auch „Bang Boom Bang“ mag, der darf diesen Film nicht verpassen!!! Ein Muss!!!!!!!!!!!!!!!!

Mein Urteil: Sehr gut!

Zuletzt aktualisiert am Montag, 07. Juni 2010 um 14:12 Uhr
 
2001 Maniacs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: funfairist   
Montag, 07. Juni 2010 um 14:14 Uhr

“The South will rise again…”

Man muss doch tatsächlich 41 Jahre warten, bis doch endlich ein Tim Sullivan daherkommt und eine Fortsetzung zu H. G. Lewis grandiosem Werk „2000 Maniacs“ dreht. Und der Titel könnte nicht origineller sein:

2001 Maniacs

Es ist mal wieder soweit, es darf geschlachtet werden im kleinen wunderbar-scheinenden Dorf Pleasant Vally. Eine etwas größere Hand voll Jugendlicher macht sich auf den Weg um kräftig im Süden durchzusaufen. Unterwegs trifft man noch ein paar weitere Gleichaltrige, die den Kopf nur mit Sex, Drogen und Spaß voll haben.
Alle kommen „wie durch ein Zufall“ dank einer Umleitung von der Strasse ab und landen in Pleasant Vally, in dem ein riesiges Fest stattfinden soll. Natürlich sind die Kinderchen herzlich eingeladen, dieser Feier beizuwohnen, und ihnen soll ein ganz besonderer Platz eingerichtet werden. Was das für einer ist, den sollen sie noch früh genug erfahren …

Es ist eigentlich nicht unbedingt notwendig, wenn ich genauer auf die Geschichte eingehe, da sie eigentlich völlig uninteressant ist. Zwar könnte man jetzt amerikahistorisch daherkommen und „die Rache des Südens“ analysieren, aber das will ich hier wirklich nicht machen.
Dieser Film ist ein reiner Partyfilm, den man mit Freunden, ein paar Bierchen und jede Menge lachen zusammen genießen kann.
Besonderheiten kann der Film jetzt nicht unbedingt vorweisen. Weder die Kamerafahrten, noch die Mise-en-scéne ist unbedingt nennenswert. Auch die Farben oder der Ton haben es nicht verdient besonders benannt zu werden, denn die Intention des Rezipienten ist eigentlich ziemlich simpel: „Redet nicht so viel rum, sondern zeigt endlich, wie die Hühner über die Klinge springen … Und das bitte schön blutig!“

Wir haben hier ein "Splatter"film, der auch nichts weiteres sein möchte. In Tradition an den Splatter-Urgroßvater H. G. Lewis kommt er daher, der zweite Teil von „2000 Maniacs“.
Eins kann ich schon mal vorweg nehmen, es bekommen alle ihr Fett weg, keiner wird verschont, und am Ende sind es die „Bösen“, die lachen werden. Na ja, kann man hier von den Bösen überhaupt sprechen??? Die Gewalttätigen kommen noch sympathischer rüber, als die Schauspieler, und die Fronthauptfigur Mayor Buckman wird von Robert –Freddy- Englund verkörpert, der allein weil er es ist die Sympathie der Zuschauer genießt.

So fragt man sich eigentlich die ganze Zeit, wie denn die jungen Hüpfer die Hocke machen werden, und soviel sei gesagt, das machen sie sehr originell. Es wird Säure getrunken, so dass die Eingeweide herausätzen, es wird gequetscht und enthauptet, gevierteilt und gesplattert. Natürlich darf auch die Kastration nicht fehlen; ist doch logo.

Mehr kann man leider nicht unbedingt schreiben, bis auf: Sehr netter keiner Film, der so ist, wie er sein will, ein Genrebeitrag für Leute, die genau das sehen wollen, und mehr nicht! Also, Kopf aus, Bier auf und „yeeeeeeeeeeeeeeeee-hoawwwwwwwwwwww…..“

Mein Urteil: Okay.

 
Aeon Flux PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: funfairist   
Mittwoch, 09. Juni 2010 um 10:35 Uhr

Aeon Flux

Es ist das Jahr 2415. Die Menschheit ist nicht mehr so, wie sie einst mal war. Ein Virus hat fast die gesamte Erdbevölkerung ausgelöscht. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung hat es geschafft und lebt jetzt in der Stadt Bregna. Die Stadt ist rundherum von einer Mauer abgeschieden und verweilt ein friedliches Leben. Die Menschen sind recht zufrieden, glücklich, leben in Frieden und in einer abgestimmten Symbiose. Das einzige, worauf die Bewohner verzichten müssen ist ihre Freiheit. Sie sind ein Teil von Bregna, ein Teil, der nicht aus dieser Gemeinschaft ausbrechen darf.

In diesem totalitären System herrscht eine Untergrundbewegung, die sich Monicans nennt. Sie kämpft dafür endlich frei zu sein und auszubrechen. Mitglied der Truppe ist Aeon Flux (Charlize Theron). Durchtrainiert, graziös, mit unglaublichen Erfindungen ausgestattet handelt sich im Namen der Monicans. Jedoch ändert sich bald ihre Intention. Nachdem ihre Schwester Una Flux (Amelia Warner) von der Regierung umgebracht wurde, schwört sie Rache und nimmt ihren eigenen persönlichen Feldzug auf.

So dringt sie in das Regierungshaus ein und versucht die Anführergeschwister von Bregna zu eliminieren. Trevor Goodchild (Marton Csokas) und Oren Goodchild (Jonny Lee Miller) sind die Köpfe der Stadt. Als jedoch Aeon auf Trevor trifft, kann sie ihn nicht umbringen, denn er kommt ihr bekannt vor. Auch er erkennt in ihr jemanden, von der er lange dachte, dass es sie nicht mehr geben würde. Das Attentat misslingt, und Aeon wird eingesperrt. Doch schafft sie es zu fliehen.

Verwirrt und sich fragend, woher sie Trevor kennt, und warum sie ihn nicht umbringen kann, irrt sie umher. Da sie den Auftrag nicht ausgeführt hat, und Trevor beseitigt hat, hat sich nicht nur die Regierung gegen sich, sondern auch die Mitglieder der Monicans. Aeon versucht unter zu tauchen, und findet Unterschlupf bei Trevor.

Nach vielen Fragen und Antworten kommt sie endlich hinter das Geheimnis der Stadt. Alle Mitbewohner haben einen besonderen Sinn im Überleben der Stadt. Aeon findet heraus, dass das Virus, das damals fast die gesamte Menschheit umgebracht hat, nicht vernichtet, sondern nur geschwächt wurde. Der Stadt ist es gelungen, besonders den Goodchild Brüdern, sich durch Replikation am Leben zu erhalten. Das Bestehen der Stadt erklärt sich durch das Klonen der Menschen. Wenn ein Mensch stirbt, so wird der Mensch neu geboren. Aeon erkennt den „Todessinn“ ihrer Schwester.

Jedoch haben sich mittlerweile Menschen soweit entwickelt, dass sie völlig frei vom Virus entwickelt haben, und eigenständig Kinder erzeugen können. Jedoch sieht dies Oren Goodchild gar nicht gerne, denn durch die Selbsterhaltung ohne Klonkontrolle sieht er seine Macht schwinden, und nimmt in folge dessen die Jagt auf Aeon und seinen Bruder auf.

Zusammen mit Trevor versucht Aeon nun das System zu stürzen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Jedoch stellt sich das als unangenehmes Unterfangen zurecht, denn beide werden gejagt, von den Guten wie auch von den Bösen.

MTV schickte in den 90er Jahren die Science-Fiction Comicserie über die Bildschirme, die einen enormen Erfolg feiern konnte. Und endlich kommt eine Adaption der Serie ins Kino. Die Geschichte ist recht simpel, wie aber auch apokalyptisch und beängstigend zugleich. Auch wenn die Geschichte nicht ganz mit der Zeichentrickserie mitkommt, so ist der Film doch recht unterhaltsam und bedrückend zugleich.

Der Film versprüht eine ganz besondere Atmosphäre, die unangenehm aufstößt. Die Welt Bregna ist unglaublich sauber, rein und kontrolliert. Man hat das Gefühl, die Stadt lebe unter einer gewaltigen Käseglocke, die nicht zu durchdringen gilt. In dieser Welt ist alles in Harmonie, die Menschen können sicher sein, dass sie gesund sind, dass sie leben können, und dass es ihnen gut geht. Der Verzicht der Freiheit ist der einzige Preis. Doch, was ist der Mensch wert, wenn er nicht frei sein kann? Was ist der Mensch wert, wenn er nicht in der Lage sein darf oder ist, leben zu schenken? Ist das Leben noch lebenswert, wenn man es nicht weiterverschenken darf?

Die philosophische Frage, was einen Menschen zu einem Menschen macht wird in diesem Film auf den Aspekt der Freiheit reduziert. Die Freiheit zu besitzen dahin zu gehen, wohin man will, wie aber auch die Freiheit zu besitzen so zu leben, wie man leben darf, und auch Leben zu schenken, wenn man möchte. Was ist der Mensch noch wert, wenn er dieses nicht darf? Kann man diesen Wert mit Geld, Gütern oder Ansehen aufwiegen? Anscheinend nicht. Die Rebellion erkennt man in der Untergrundorganisation Monican. Sie versucht auszubrechen und sich durchzusetzen.

Es ist auffallend, dass die Regierung durch zwei Männer kontrolliert wird, während die Untergrundorganisation hauptsächlich von Frauen angeführt wird. Feminismus, der sich durchzusetzen versucht. Dies erkennt man auch im Aspekt der Geburt. Einer der Männer versucht die Frauen sterilisiert zu lassen, während die Frauen versuchen sich ihrer Natur wiederzufinden. Aber, ist es das, worauf es ankommt? Ist die Frau wirklich nur da, um den „natürlichen Bestand“ zu belassen? Wohl kaum! Diese Aussage stößt darum etwas bitter bei mir auf.
Jedoch ist diese Aussage nicht die einzige. Vielmehr geht es in diesem Kampf um Freiheit und um das Recht so zu agieren, wie man möchte. Mündigkeit und Freiheit sind die Hauptaspekte.

Visuell ist der Film gut umgesetzt. Zwar ist die visuelle Umsetzung eher Standard als experimentell, doch ist die inszenatorische Umsetzung umso futuristischer. Die Effekte sind gut und glaubhaft umgesetzt. Was auffällt ist die schon angesprochene Reinheit. Alles wirkt zu glatt, zu unbestimmt und auch hier und da zu farbenfrei. Wenn am Ende die Mauer bricht und der saftig grüne Wald erscheint, so kann man nur auf eine bessere Zukunft hoffen.

Wer Interesse an einen futuristischen und interessanten Film hat, der kann ruhig zugreifen. Jedoch sei gesagt, dass der Film nicht der absolute Hammer ist. Er unterhält zwar reichlich und kontinuierlich, und auch Charlize Theron spielt gut und athletisch, aber mehr ist auch nicht.

Mein Urteil:
Nett und gut, aber auch nicht mehr.

 
All the Boys love Mandy Lane PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: funfairist   
Donnerstag, 19. Februar 2009 um 11:46 Uhr

All the Boys love Mandy Lane

Mitten in Texas lebt das wunderschöne, junge und sportliche High School Mädchen Mandy Lane (Amber Heard). Sie ist der absolute Blickfang an ihrer Schule. Es sind nicht nur die Jungen, die ihr nachschauen, sondern auch die Mädchen. Wenn Mandy Lane den Gang in ihrer Schule entlanggeht, schaut sich jeder und jede um. Jedoch kommen die Schauenden über einen Blick nicht hinaus, denn Mandy Lane ist unnahbar. Und da sie so ein unerreichbares Ziel darstellt, sind ihre Begehrer umso versessener, sie zu gewinnen.

Einzig Mandys bester Freund Emmet (Michael Welch) kommt der schönen jungen Frau etwas näher, da sie sich schon von Kindesbein an kennen. Jedoch pflegt auch dieser starke Gefühle für die schöne Mandy, was er jedoch verschweigt.

An einem Tag vor der High School wird Mandy von dem sportlichen Dylan (Adam Powell) gefragt, ob sie nicht los hätte, am Abend zu seiner Poolparty zu kommen. Herzlich bestätigt sie die Einladung, indem sie ihren besten Freund Emmet gleich mit einlädt - sehr zum Ärger Dylans. Als dann am Abend dieser versucht sich an Mandy heranzumachen, weist sie ihn hart ab. Seinen Frust lässt er an Emmet ab, indem er ihn im Pool unter Wasser taucht.

Emmet, der sich auf das Dach des Hauses zurückzieht, kühlt seinen Kopf mit einer Flasche und schaut dem Treiben am Pool zu. Dylan, der sichtlich angetrunken ist, kommt ebenfalls auf das Dach, und beide fangen an, über Mandy zu reden. Emmet, der eher schwächlicher Statur ist, sieht seine Möglichkeit der Rache an Dylan, indem er ihn dazu überredet, vom Dach aus in den Pool zu springen, womit er Mandy beeindrucken würde. Emmet zählt von drei abwärts und bringt Dylan dazu, vom Dach zu springen. Allerdings landet Dylan mit dem Kopf auf den Boden des Pools – er stirbt sofort. Auf der Poolparty bricht Schrecken aus.

Ein paar Tage sind vergangen. Mandy, die seit dem Tod Dylans kein Wort mehr mit Emmet redet, geht im Sportunterricht ihrer Lieblingsbeschäftigung nach – sie läuft. Emmet, der versucht mit Mandy zu reden, wird beim Laufen zurückgelassen. Währenddessen wird Mandy, wie immer, zum Blickfang der Jungs auf den Tribünen. Reds (Aaron Himelstein) Eltern besitzen eine kleine Ranch auf dem Land, in die er seine Freunde Jake (Luke Grimes) und Bird (Edwin Hodge), sowie die beiden Mädchen Chloe (Whitley Able) und ihre dunkelhaarige Freundin Marlin (Melissa Price) einlädt. Red, wie auch seine Freunde versuchen auch Mandy für den Wochenendtrip einzuladen. Nach langen Versuchen willigt diese endlich ein.

So fahren die 6 Jugendlichen in 2 Autos zu der Ranch. In den Jeeps konsumieren die Jugendlichen zu lauter Musik jede Menge Joints und Biere, die auf das Wochenende einstimmen sollen. An einer Tankstelle verschwinden sie sogar mit einem Fass Bier, ohne dafür bezahlt zu haben. Die Jungen versuchen unterwegs ständig Mandy zu gefallen, reißen Witze und Sprüche, um sie zu beeindrucken. Und selbst als Jake von Marlin während der Fahrt einen runtergeholt bekommt, schaut dieser nur Mandy dabei an.
Als die Gruppe die Grenze des Feldes der Ranch erreichen, fahren Red, Jake, Marlin und Chloe mit einem Auto weiter. Mandy und Bird wollen das letzte Stück zum Haus zu Fuß gehen. Während des Spaziergangs versucht Bird Mandy zu beeindrucken. Er versucht mit ihr Händchen zu halten und fragt nach einem Kuss. Bevor sich die beiden wirklich küssen können, werden sie von Garth (Anson Mount) unterbrochen. Garth überwacht die Ranch und kommt Hausmeisterpflichten nach. Dieser fährt die beiden Jugendlichen zum Haus.

Auf der Ranch angekommen, beziehen die Jugendlichen ihre Zimmer, schauen sich im Haus um, und während alle zum schwimmen an den nahe gelegten See gehen, joggt Mandy ein wenig über das Feld. Als sie nach ihrem Sport zum See kommt, zieht sie sich bis auf ihre Unterwäsche aus und springt zu den anderen ins Wasser, denen bei ihrer Entkleidung nicht nur die Luft wegbleibt.
Der Abend verläuft sehr laut, ausgelassen, wild und mit jede Menge Drogen. Und als dann die Jugendlichen "Wahrheit oder Pflicht" spielen, kommt die Stimmung zu ihren Höhepunkt. Nachdem Mandy, als sie beim Spiel an der Reihe war, sich für "Pflicht" entschieden hat, wird von ihr verlangt, draußen nach Garth zu schauen, um ihn zu einem Bier ins Haus einzuladen. Mandy, der nicht nur die Ranch unheimlich erscheint, sondern auch meint, sie würden beobachtet werden, sucht in der Dunkelheit nach Garth. Als sie von diesem überrascht wird, lehnt dieser ihre Einladung ab. Mandy kehrt allein ins Haus zurück und muss feststellen, dass die Stimmung nicht mehr so angenehm ist, wie zuvor, da sich Marlin und Jake gestritten haben. Dieser verlässt sogar das Haus. Marlin beschließt ihrem Freund nachzugehen, um sich mit ihm zu versöhnen. Die anderen Jugendlichen bleiben im Haus zurück.
Jake, der sich in der Scheune zurückgezogen hat, wird von Marlin aufgespürt, die sich bei ihm zu entschuldigen versucht. Jake lässt sich nur zu einer Entschuldigung überreden, indem Marlin ihn oral befriedigt. Als dieser jedoch gekommen ist, verlässt er Marlin rigoros und geht zu den anderen ins Haus zurück. Marlin, die sich jetzt allein in der Scheune befindet, wird derweil von einer verhüllten Person überrascht, der sie umbringt und aus der Scheune schleift. Davon bekommen die Jugendlichen im Haus jedoch nichts mit.
Da die Stimmung im Haus mittlerweile auf dem Nullpunkt gesunken ist, teilt sich allmählich die Gruppe. Als dann auch noch das Licht im Haus ausgeht, bricht die Gemeinschaft auseinander. Während Red nach Chloe schaut, übernimmt Bird den Kompressor und kümmert sich um den Strom. Jake und Mandy sind allein im dunklen Zimmer. Das Licht ist jedoch nicht ohne Grund ausgegangen, Jake hat die Sicherung herausgenommen, um die Dunkelheit dazu zu benutzen, um sich an Mandy heranzumachen. Da jedoch Bird das Licht wieder einschalten kann, schlägt Jakes Versuch fehl, der sich in Folge dessen erneut sehr betrunken nach draußen begibt, um nach Marlin Ausschau zu halten. Er fährt mit dem Jeep los, um nach ihr zu suchen. Dabei trifft er auf den Killer, der ihn niederschießt.

Die Jugendlichen nehmen den Schuss im Haus wahr, und zusammen mit Garth warten sie im Haus. Als dann der Jeep zurück zum Haus kommt, und die Jugendlichen mit Feuerwerkskörpern beworfen werden, nimmt Bird dem Wagen hinterher laufend die Verfolgung auf. Als dieser den Jeep erreicht, muss er leider feststellen, dass es nicht Jake ist, der den Wagen fährt, sondern der Killer. Während die anderen Jugendlichen im Haus auf die anderen warten und sich mit Drogen versorgen, macht sich der Killer auf den Weg zur Ranch, um die noch restlichen Überlebenden zu töten.
Auch wenn der Zuschauer über die wahre Identität des Killers schon lange bescheid weiß, da sich dieser unverhüllt und unmaskiert zeigt, kommt es zum Schluss noch ganz anders, als man es sich denkt...


Jonathan Levines Debütfilm wird bei uns als Reminiszenz der alten Slasherfilme der 70er und 80er Jahre vermarktet. In Pressenotizen lassen sich unter anderem sogar Bezeichnungen wie Feel-Good-Werbespot, unerbittliches Albtraumszenario sowie Mix aus stimmungsvollem Country-Flair und harter Genrekost finden. Aber was ist der Film denn nun? In einem Interview mit Levine ist zu lesen, dass er mit den Horrorfilmen der 70er und 80er Jahre aufgewachsen ist, die sein filmisches Vokabular beeinflusst haben. Weiter meint er, dass er auch neuzeitliche Filme als Inspirationsquelle für seinen Film genutzt hat. Jedoch will er sich mit diesem Film vom gängigen (so in der Presse oft betitelten) "torture-porn" abgrenzen, indem er versuchen möchte, den Figuren Charakter einzuhauchen, um nicht nur Stereotypen auf der Leinwand umzubringen, sondern Figuren, mit denen der Rezipient Empathie aufweist. Und genau auf dieser scharfen Klinge der Schere begibt sich dieser Film. Er ist weder Teenager-Slasher noch ist er ein Jugendlichen-Drama. Aber: Was ist dieser Film?

Warum ich kein "richtiger" Slasher bin!

Der Begriff Slasher wird in der Theorie um das Subgenre des Horrorfilms unterschiedlich verwendet und nur teilweise definiert. Der Begriff Slasher leitet sich vom endlichen Wort "to slash" ab, was aufschlitzen, zerschlitzen oder auch zerschneiden heißt. Der Slasher ist als deverbales Nomen die Verkörperung des Täters, Mörders, Killers im Film. Die Bezeichnung des Subgenres leitet sich von ihm ab. Das Hauptaugenmerk liegt buchstäblich auf dem Killer und seinen blutigen Morden. Weiter sind es seine Taten, die dem Subgenre immanent sind, da das Zerschlitzen eine Tat verdeutlicht, die gesehen und gehört wird, und die Essenz eines Genrebeitrags ausmacht. Es zeigt sich in der Vielfalt der Filmbeiträge des Genres, dass der Killer meist ein maskierter Killer ist, oder man den Killer nicht sieht. Die Maskierung oder seine Off-Screen-Präsenz zeigt sich in den vielen Genrebeiträgen als Element mit prototypischem Charakter. Dem Killer gegenüber agiert das letztüberlebende Mädchen, das sog. Final Girl. Sie ist Lustprodukt und Gegner des Killers in einem; sie bildet sein Anti-Sein. Zusammen bilden diese beiden Figuren die einzigen Charaktere eines Slasherfilms. Weitere Figuren sind nur "Füllmerkmale", Körper und Oberflächen der an ihnen ausgeführten Tat.

So sei die etwas sehr radikale Definition des Slasherfilms gegeben.
All the Boys love Mandy Lane zeigt hier in etwa genau das Gegenteil. Wir haben es mit KEINEM maskierten Killer zu tun. Wir haben kein wirkliches Final Girl. Die Idee, Killer und Final Girl zu vereinen, ist nicht wirklich neu (vgl. hier April Fools Day, Age of the Axe oder Flashback). Weiter bietet Mandy keine Projektionsfläche der Empathie des Rezipienten, was mich zur nächsten Aussage führt:

Warum ich kein "richtiges" Jugendlichen-Drama bin!

Da ich an dieser Stelle von einer Definition eines Dramas absehen will, möchte ich auf die Figur Mandy Lane eingehen. Mandy besitzt im Film nur eine handvoll Dialoge. Ihre Charakterisierung zeichnet sich einmal narrativ durch die indirekte Charakterisierungstechnik (sie wird von anderen beschrieben/charakterisiert, ihr Outfit gibt Hinweise über ihren Charakter, ...), dann visuell durch ihre inszenierte Präsenz (sie wird meist in Slowmotion gezeigt, um sie wunderschön zu stilisieren, die Einstellungsgrößen sind bei ihr recht nah und wirken intim, ...) und letztlich auditiv durch die begleitende Musik (die sie harmonisch, zart und einfühlsam beschreibt, ...) aus. Von ihr selber geht jedoch wenig aus. So ist die Figur Mandy Lane nicht eine sich selbst erklärende Figur, sondern leider nur das, was uns der Titel schon verspricht: All the Boys love Mandy Lane. Sie wird auf das reduziert, was die anderen in ihr sehen, was andere von ihr denken, und was andere sich so sehr wünschen.

Diesem Trugschluss, und das ist das Interessante am Film, wird am Ende knallhart dem Zuschauer um die Ohren gepfeffert. Mandy ist nicht die zarte, liebe, unnahbare und schüchterne junge Frau, nein, sie ist der Teufel, ein Dämon, das Schlechte und das Böse. Sie hat alles inszeniert, sie steckt hinter all der Pein und sie ist es, die genau das ausgenutzt hat, was andere in ihr nicht sehen wollten. Somit, und dabei beziehe ich mich auf die Filmwissenschaftlerin Vera Dika, ist Mandy eine neue Form der zuletzt Überlebenden. Sie ist kein sich entwickelndes Final Girl, sondern sie ist schon lange ein zu einer Persönlichkeit gereiftes Wesen. Sie unterscheidet sich in ihrer Abnormalität von ihrer eigentlichen Zugehörigkeit zum Normalen, wie es sonst nur der Killer tut. Sie stärkt nicht ihr "Ich", indem sie ihr "Es" unterdrückt, sondern lebt letztlich ihr "Es" aus, da die anderen, die sie anschauen, beobachten und vergöttern, keine kontrollierenden Instanzen bilden, die sie aufhalten können. Das "Ich" ist somit gar nicht existent, da die Schauenden blind sind. Diese Blindheit, die sie mit ihrer Schönheit und ihrer Präsenz verschafft, nutzt sie genau dazu aus, um ihre Taten verbergen zu können.

Und? Was ist der Film jetzt? Mein Vorschlag ist es dem Kind einfach mal keinen Namen zu geben, sondern sich mit der Tatsache zufrieden geben, dass dieser Film ein referentielles und reflexives postmodernes Genrewerk ist, dass sich seiner Gestaltung bewusst ist, und diese VERFÜHRERISCH auf den Kopf stellt. Im Zeitalter von Scream, Quentin Taratino, Robert Rodriges und vielen vielen weiteren wäre es allmählich an der Zeit von einem Post-…Slasher, Drama, Thriller, Pulp, ... zu sprechen.
All the Boys love Mandy Lane ist ein interessanter Film, der jedoch nicht wirklich etwas Neues zu bieten hat. Jedoch macht der Film Spaß, da er viele Raffinessen aufweisen kann. Sein Cinemascopeformat von 1 : 2,35 zum Beispiel lässt die Vermutung zu, viel sehen zu können, jedoch muss man selbst als Zuschauer am Ende des Films einSEHEN, dass man so lange, so blind war.

Darum: Ich empfehle den Film uneingeschränkt den Rezipienten, die sich mit dem Subgenre etwas auskennen und gerne einen AHA-Effekt im Kino erleben wollen.

 
Armee der Finsternis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: funfairist   
Mittwoch, 09. Juni 2010 um 10:33 Uhr

Armee der Finsternis

Nachdem Ashley „Ash“ Williams (Bruce Campbell) durch einen dämonischen Wirbel in der Zeit zurückgeschleudert wurde , wacht er im England des 14.Jh. wieder auf. König Arthur (Marcus Gilbert) nimmt Ash erst einmal gefangen, weil er ihn für den Gefolgsmann eines Feindes Henry der Rote (Richard Grove) hält. Ash soll einem Dämon geopfert werden, der in einer Grube haust. Dank seiner Kettensäge kann Ash den Kampf gewinnen. Dies beeindruckt nicht nur Arthur, sondern auch dessen Magier. Dieser verspricht, Ash wieder in die Zukunft zu bringen. Als Gegenleistung soll Ash das „Necronomicon“ aus dem Reich der Finsternis besorgen.

Mit einem Low Budget Streifen fing Raimi die „Tanz der Teufel“ Saga an, die in der Splatterszene für ungemeine Unruhe sorgte. Aber nicht nur da, auch in der Horrorecke änderte sich viel. Raimi brachte mit seinem Kameraumgang und der äußerst „wackeligen Art“ neuen Wind ins Genre. Es folgte eine kommerziellere Fortsetzung die eigentlich mehr ein Remake darstellt und schließlich kam die große Mainstream Produktion, „Armee der Finsternis“, die direkte Fortsetzung zum zweiten Teil. Teil 3 fängt da an, wo der Vorgänger aufgehört hat, es gibt sogar einen kurzen Rückblick über die Geschehnisse im zweiten Teil, deshalb funktioniert der Film auch ohne dass man die Vorgänger gesehen hat, allerdings bekommt man so nicht die ganzen „Insidergags“ mit. Womit wir beim Thema Komödie sind: Teil 3 der „Teufel“ Saga ist eigentlich nur noch eine Komödie mit ganz klein wenig Grusel, deshalb ist der Film in den USA R-rated und bei uns ab 16, denn es wurde von vornherein weitestgehend auf Bluteffekte verzichtet, und wenn, dann nicht so schön detailliert und brutal wie bei den Vorgängern. Die Entwicklung ist deutlich zu erkennen. So war Teil eins noch ernst, knallhart und experimentell, so erkannte man schon, dass Teil zwei eine ganz andere Schiene einschlug. Splatstick und Blutunterhaltung waren wesentlich kommerzieller und machten einfach mehr Spaß. Das wollte man im dritten Teil weiterführen, wobei man aber auch immense Veränderungen betreiben wollte. Teil drei sollte noch kommerzieller, noch ausgestatteter und noch zugänglicher sein. Also verzichtete man auf einen wichtigen Bestandteil: Blut!

Trotzdem ist der Film insgesamt sehr gut, vor allem weil Bruce Campbell einfach ein unheimliches Talent in Sachen Slapstick hat, und sein Charakter im Film muss wieder einmal unglaublich viel einstecken. Die Effekte sind natürlich wesentlich besser als bei den Vorgängern, schließlich war das Budget um einiges größer, vor allem die Stop-Motion-Effekte der Skelett-Armeen sind einfach fantastisch gemacht, nur ganz wenige Szenen, wie zum Beispiel das fliegende Monster, sehen ziemlich billig aus. Die Sequenz mit den vielen kleinen bösen Ashs in der Windmühle ist dagegen wieder hervorragend und sehr lustig. Und selbstverständlich kommen Raimis beliebte „Spiegelbilder“ wieder zum Einsatz, genauso die Auseinandersetzung mit dem eigenen (bösen) Selbst, was später in „Spiederman“ aufgenommen wird.

Leider hatte der Film trotz seines seichten Seins enorme Probleme, was man (speziell hier in Europa / Deutschland) an den Schnitten feststellen kann. Die „Mini-Ash-Sequenz“ ist geschnitten und noch viele weitere. Sogar alternative Filmenden wurden gedreht. Hier ein kleiner Einblick der Tortour: Die erste deutsche Videoveröffentlichung ist nicht vom Verleih geschnitten, sondern es gibt einfach mehrere Versionen dieses Filmes, wie es auch zwei verschiedene Filmenden gibt: Einmal das bekannte Ende im Kaufhaus und das Ende, in dem Ash ein bestimmtes Elixier nehmen muss um in seine Zeit zurückzukehren, allerdings nimmt er zuviel und verschläft in die Zukunft, die apokalyptisch zugerichtet ist.. Als er aufwacht ist die Erde quasi nur noch Schutt und Asche. Der Vertrieb „Screenpower“ warf eine 8 Minuten längere Fassung auf den Markt, die beide Enden enthielt, allerdings immer noch nicht komplett war und zudem übelst gemattet (LP DVD gleiche Fassung aber Vollbild). Die neue remasterte VHS Kassette von Screenpower/LP beinhaltet sämtliche Szenen des Films und darf sich mit Recht die weltweit längste Fassung nennen. Auch auf DVD gab es extreme Probleme. Bis über sieben Veröffentlichungen gibt es vom Film, und eins ist sicher, es sind nicht die letzten!

Mein Urteil: Gut.

 
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